Das Franchise-Konzept von McDonald's Österreich

Franchising Lead Manfred Rothdeutsch erklärt unser Gastronomie-Franchise-Konzept

Franchising gewinnt in Österreich mehr und mehr an Bedeutung, da immer mehr Neugründer den Aufbau ihres Unternehmens auf bereits bekannten Marken bevorzugen. Wie das Franchise-Konzept bei einem der größten Franchise-Unternehmen in Österreich funktioniert, ist Thema des folgenden Interviews.

 

Herr Rothdeutsch, welche Trends beobachten Sie am Franchise-Sektor?

Franchising ist absolut zukunftsweisend, weil stellen Sie sich vor: Während vor 25 Jahren Franchising in Österreich noch in den Kinderschuhen steckte, gibt es heute 480 verschiedene Systeme mit 11.000 Standorten. Diese erwirtschaften zusammen laut Österreichischem Franchiseverband und WKO zehn Milliarden Euro Umsatz jährlich –  mit steigender Tendenz. Besonders im Bereich von Gastronomie bzw. Fitness & Gesundheit lässt sich ein extremer Boom beobachten, weltweit aber auch auf dem heimischen Markt.

Was mich besonders stolz macht: McDonald’s hat quasi das Thema Franchising – vor mittlerweile über 40 Jahren – überhaupt erst nach Österreich gebracht.

 

Erzählen Sie uns etwas mehr über Franchising bei McDonald’s: Welche Alleinstellungsmerkmale bietet das McDonald’s Gastronomie-Franchise-System?

Das auffälligste Differenzierungsmerkmal zu anderen Franchise-Systemen ist unsere langjährige Partnerschaft. Während eine Franchisepartnerschaft in Österreich durchschnittlich auf fünf Jahre begrenzt ist, liegt die Laufzeit eines McDonald’s Franchise-Vertrags bei 20 Jahren.

Was McDonald’s außerdem auszeichnet, ist, dass wir die absoluten Marktführer in unserem Segment sind. Unsere Marke ist eine der bekanntesten weltweit.

 

Welche Vorteile ergeben sich für Franchisenehmer, die ihr Gastro-Unternehmen unter dem Dach einer bekannten Marke wie McDonald’s aufbauen?

Es bietet zahlreiche Vorteile. Schon bevor jemand bei uns Franchisenehmer/in wird, absolviert er/sie eine 9- bis 12-monatige Trainingsphase, in der er/sie das gesamte Rüstzeug für die erfolgreiche Restaurantführung von uns bekommt. Bereits da, aber auch zu jedem späteren Zeitpunkt, können sich unsere Franchisenehmer/innen auf die Unterstützung von allen Fachabteilungen und Experten der Servicezentrale aus den Bereichen Marketing, Operations, HR oder Finance verlassen.

Darüber hinaus sind wir Mitglied beim österreichischen Franchiseverband und verfügen über dessen Qualitätssiegel. Das Siegel muss alle drei Jahre erneuert werden, was bedeutet, dass unser System alle drei Jahre durch den österreichischen Franchiseverband geprüft wird. Dieses Qualitätssiegel ist ein Merkmal für gelebte Partnerschaft mit den Franchisenehmern.

 

In welche Entscheidungen hinsichtlich der Weiterentwicklung des Systems werden die Franchisenehmer und Franchisenehmerinnen eingebunden?

Ein Qualitätsmerkmal für Franchise-Unternehmen ist das Vorhandensein eines Beirats. Bei uns ist das die sogenannte Franchisenehmer-Vertretung. Unsere Vertretung besteht aus vier Fachgruppen zu den Themen Marketing, Finanz, People und Operations/IT/Bau, die in die Weiterentwicklung des McDonald’s Systems in Österreich integriert sind. Die Vertreter der einzelnen Gruppen werden jährlich aus den Reihen der Franchisenehmer/innen gewählt und repräsentieren den österreichischen Markt.

 

Zuletzt ein paar Fragen aus dem Nähkästchen: Gibt es eigentlich Regeln, wie viele Standorte ein/e Franchisenehmer/in besitzen darf?

Es gibt keine Grenze nach oben. Wir wollen aber nur mit den Besten wachsen.

 

Und wie lange bleibt der/die durchschnittliche Franchisenehmer/in im System?

Derzeit liegt die durchschnittliche Verweildauer zwischen 25 und 30 Jahren. Unser letzter Neuzugang ist seit Ende 2018 im System und jener Franchisenehmer mit der längsten Zugehörigkeit ist seit 36 Jahren bei McDonald’s.

 

Vielen Dank für das Interview!